1000 Euro Spende für unsere Partnerschule
Beim Adventsbasar ist für unsere nigerianische Partnerschule im Schulzentrum der Okoye Universität die großartige Summe von 1000 € zusammengekommen.
Wie hilfreich dieser Betrag für die Schulgemeinde in der Stadt Enugu ist, hat uns Meggy Kantert, die auch letztes Jahr wieder vor Weihnachten dort war, noch einmal deutlich gemacht.
Nach ihrer Rückkehr hat sie in einem Telefongespräch ausführlich von ihrem Besuch in Enugu erzählt und erklärt, dass jeder gespendete Eurobetrag in Nigeria 20 mal soviel wert ist. Mit jeder Spende können wir also einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Schule und damit für die Zukunft der Kinder leisten.
Frau Kantert kennt die Verhältnisse in Enugu schon seit vielen Jahren und stellt fest, dass jetzt so etwas wie ein positiver Kipppunkt in der schulischen Gemeinschaft erreicht ist, der natürlich auch Einfluss auf die übrige Bevölkerung in der Umgebung hat. Die ersten Schüler und Schülerinnen des Schulzentrums haben jetzt ihre Abschlüsse gemacht und können nicht nur in handwerklichen sondern auch in akademischen Berufen arbeiten. Damit sichern sie ihre eigene Zukunft und die ihrer Familien, aber sie sind auch ein überzeugendes Beispiel für diejenigen, die schulischer Bildung bisher noch skeptisch gegenüberstanden.
Auch die Initiative „Satte Weihnachten“, für die unsere Schule 2024 gesammelt hat, löst in den Familien eine Freude aus, die wir uns vermutlich nur schwer vorstellen können. Meggy Kantert hat selbst miterlebt, mit welcher Begeisterung und Erleichterung die Mütter einen Sack Reis mit Öl und Tomaten abholen. Diese Ration sichert den Familien nicht nur ein Weihnachtsfest ohne Hunger, sondern auch die Versorgung für den ganzen Monat Dezember.
Als Dankeschön haben die Schülerinnen und Schüler ein spezielles Video für unsere Schule gemacht, das zeigt, wieviel unbeschwerter die Kinder inzwischen sind und wie selbstverständlich der Schulbesuch für sie geworden ist.

Die Kinder lernen Englisch als gemeinsame Landessprache, weil es ansonsten in Nigeria weit über 100 verschiedenen Dialekte gibt, die sich erheblich voneinander unterscheiden.
Dies ist einer der Gründe, warum es in dem Land bisher nicht einfach war, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen. Hoffentlich wird das „gegenseitige Verstehen“ durch die gemeinsame englische Sprache in Zukunft leichter.
Die Schule hat eine neue Theater / Musik-AG gegründet. Und sendet uns immer wieder Videoausschnitte aus ihren Projekten.
Vor Jahren haben wir mit der Chor-und Theater-AG an unserer eigenen Schule ein afrikanisches Märchen aufgeführt. Es hieß „Kalulu und der Brunnen“ und war einer Originalfabel aus Afrika nachempfunden. Kleine Videoaufnahmen der Aufführung haben wir damals nach Enugu geschickt und damit offenbar die Motivation geliefert, neben den traditionellen und rituellen Theaterstücken, die Kinder freier und mit eigener Phantasie spielen zu lassen.



