Konzept

Konzeption

für die Arbeit im Rahmen der
Offenen Ganztags-Grundschule (OGS)
an der katholischen Grundschule an der Burg
in Hüls


Inhalt:

  1. Die Grundlagen unseres Engagements in der OGS
  2. Unsere Kompetenzen, Erfahrungen, Ressourcen
  3. Unser pädagogisches Selbstverständnis
  4. Kommunikation
  5. Ampelsystem
  6. Unsere Mitarbeiterinnen im Bereich der OGS
  7. Angebotsstruktur
  8. Module unseres Angebots

1. Die Grundlagen unseres Engagements in der OGS

Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, seine besonderen Fähigkeiten und Stärken. Diese zu entdecken, zu fördern und zum Wohle auch der Mitmenschen einzusetzen ist die lebenslange Bildungs-Aufgabe.

Wird Bildung so umfassend verstanden, schließt sie auch ein orientierendes Wissen ein, das ethi­sche Urteilsbildung, soziale Kompetenz, Maßstäbe zum Umgang mit Wissen und Sinnstiftung um­fasst. So ermöglicht Bildung ein Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft, für das eine Übereinkunft über grundlegende Werte und Normen unerlässlich ist. Sie bieten Orientierung und schaffen bzw. erhalten Lebens-Räume. Sowohl für die konkreten Lebensbezüge vor Ort als auch weltweit und generationenübergreifend ist daher die Beachtung von Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung notwendiger Bestandteil des Bildungsprozesses.

Wer früher „Schule“ sagte, meinte „Unterricht“ und zwischen den Stunden natürlich Pausen und das alles am Vormittag.

Das moderene Verständnis von Schule ist: „Lebens-Raum“. Da gibt es Unterricht, nach wie vor auch Pausen, aber auch Entspannung, Mittagessen, Hausaufgaben, Freizeitangebote und Ferienbetreuung. Im Mittelpunkt der Angebote steh tdie Anerkennung, dass jedes Kind, jeder Mensch sich die Welt auf seine eigene Weise, mit den Ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aneignet. Jedes Kind ist neugierig und wissbegierig. Lernen ist demnach ein lebendiger Prozess, in den sich das Kind mit seiner gesamten Persönlichkeit einbringt. Als Christinnen und Christen der Katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus verstehen wir uns als Teil der Gemeinde in Hüls.

2. Unsere Kompetenzen, Erfahrungen, Ressourcen

Als Träger von Kinder- und Jugendarbeit haben wir langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet und verfügen über qualifiziertes und engagiertes Personal. Unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen umfasst ein breites Spektrum verschiedener Angebote, dazu gehören:

  • Kindergartenarbeit
  • Jugendarbeit (offene Arbeit, Jugendgruppen, projektbezogene Arbeit)
  • Kinder- & Jugendkulturarbeit (Chor, Varieté, Musical / Theater)
  • Elternarbeit (Elternabende, Vorträge und Diskussionsforen)
  • Kinder- & Jugendfreizeiten (Ferienangebote)
  • Beratung in Lebensfragen (Unterstützung für Einzelne & Familien)
  • Schulgottesdienste
  • gemeinsame Projekte mit Schulen (thematische Projekte; Orientierungstage)
  • erfahrenes & pädagogisch ausgebildetes Personal (Erzieherinnen, Sozialpädagogin, Gemeinde­pädagoge, Pfarrer, geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter)
  • erfahrenes & qualifiziertes Personal in der Verwaltung
  • Kooperation mit städt. und anderen Einrichtungen auf verschiedenen Ebenen

3. Unser pädagogisches Selbstverständnis

Die Familien sind der erste Träger der Erziehung. Die Angebote der OGS nehmen eine familiener­gänzende Funktion war und sollen auch der Vereinbarkeit von Elternschaft und Berufstätigkeit die­nen. Durch Elternabende, Elterngespräche und die Einladung von Eltern zu gemeinsamen Veran­staltungen soll Kontakt zwischen OGS und Elternhaus gehalten und eine Zusammenarbeit zum Wohl der Kinder erreicht werden.

Mit den Angeboten im Rahmen der Offenen Ganztags-Grundschule (OGS) tragen wir zur Gestal­tung von Schule als Lebensraum und Lebenswelt, als Ort gemeinsamen Lernens und gemeinsamen Lebens von Kindern und Erwachsenen bei. So ist Schule ein wichtiger Ort für die Persönlichkeits­bildung der Kinder. Diese Persönlichkeitsbildung ist in einem umfassenden Sinn zu verstehen: Sie umfasst neben der kognitiven Dimension (Wissen), auch emotionale (Gefühl), soziale (Gemein­schaft), künstlerisch- / musisch-kreative (Kultur), und körperlich-aktive Aspekte (Sport), sowie die Auseinandersetzung mit grundlegenden Sinn- und Wertfragen (Ethik; Religion).

Wir helfen Kindern, ihre soziale Stellung in verschiedensten Gruppen zu reflektieren und Selbstän­digkeit zu gewinnen. Wir initiieren Bildungsprozesse, die einzelne Lerninhalte übergreifen, und bieten Möglichkeiten zur Auseinandersetzung bei der Suche nach Lebensorientierung. Auf diese Weise wollen wir Kinder unterstützen, Perspektiven und ethische Richtlinien für ihr Leben und für ihre Beteiligung in der Gesellschaft zu entwickeln. Erfahrungen mit Grundfragen des Lebens (ge­meinsames Essen, Arbeit und Erholung, usw.), der Erwerb sozialer Kompetenz in Gruppen mit Kindern verschiedenen Alters, sowie die Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertfragen (Rücksicht, Gerechtigkeit, Motivation, usw.) sind dabei ebenso wichtig wie die Begegnung mit Erwachsenen, die nicht zum Lehrerkollegium der Schule gehören.

Der Bildungsprozess soll sich so weit wie möglich individuell an den Möglichkeiten und Bedürfnis­sen jedes Einzelnen ausrichten. Jeder Mensch ist als eigenständiges Subjekt ernst zu nehmen, und dem entsprechend ist er – nach dem Maß der eigenen Möglichkeiten – an der Übernahme von Ver­antwortung für den individuellen Bildungsprozess zu beteiligen (Stichwort: „selbstbestimmtes Ler­nen“).

4. Kommunikation

Zur besseren Kommunikation zwischen Eltern und OGS-Mitarbeiterinnen soll es pro Schuljahr 2 Elternabende geben.

Außerdem soll ein neuer Infoflyer erarbeitet werden.

Vor den Sommerferien gibt es einen Kennenlernnachmittag für die Schulneulinge.

Nach den Sommerferien gibt es einen Kennenlernnachmittag für Eltern und Kinder der Schulneulinge.

Am Tag der offenen Tür ist die OGS mit einem Stand vertreten und hat gleichzeitig ihre Türen für eine Besichtigung geöffnet.

Es soll eine Karte erarbeitet werden, auf der alle wichtigen Namen und Telefonnumern für die Eltern stehen.

Seit  März 2016 gibt es am Marienheim (Eingang) einen Schaukasten für wichtige Informationen (Aktionen, Krankheiten…).

Im Eingangsbereich wird zur besseren Übersicht über den Aufenthaltsort der Kinder eine Magnetwand angebracht, auf der die Kinder stecken müssen, in welchem Raum sie sich befinden. Auf den Magneten sind Fotos, damit die Kinder untereinander wissen, wer sich wo befindet.

Eltern haben jederzeit die Möglichkeit die Sprechstunde der Erzieher zu nutzen. Es wird allerdings um Anmeldung gebeten.

Schulleitung und OGS-Leitung besprechen einmal pro Woche wichtige Punkte für die Weiterentwicklung.

OGS-Erzieher nehmen an für beide Teams relevanten Fortbildungen teil, z.B. Berger Konzept (Ampel).

Die Schulleiterin nimmt an ausgewählten Team-Sitzungen der OGS-Mitarbeit teil.

Es gibt eine Arbeitsgruppe bestehend aus Eltern, Erziehern, einer Lehrerin und der Schulleiterin.

5. Ampelsystem

Das Ampelsystem der Schule wurde auf die Nutzung im OGS-Bereich übertragen.

Hier der Plan:

Bei Stopp ist Schluss

Wie Schülerinnen und Schüler in der Pause und im Unterricht mit der
Stopp-Regel Konflikte vermeiden und lösen können

 

Was ist die Stopp-Regel?

Die Stopp-Regel ist eine Hilfe für den Umgang der Kinder miteinander.

Bei Beleidigung, körperlicher Gewalt, Wegnahme meiner Sachen oder Verfolgung auf dem Schulgelände, im Schulgebäude und in der Sporthalle kann ich sie anwenden.

Ich kann sie ebenso bei der gegenseitigen Störung im Unterricht und beim Lernen benutzen.

Und das geht so:

  1. Laut und deutlich sagen oder rufen und Handzeichen (ausgestreckter Arm mit Hand in Abwehrhaltung) dazu machen:

„Stopp, ___________________ (wenn möglich, Namen des Kindes nennen). Ich möchte nicht, dass du _________________ (z.B. mich schlägst)“

  1. Bei wiederholtem Regelverstoß ein zweites oder drittes Mal laut und deutlich „Stopp!“ rufen und das Handzeichen machen – möglichst vor Zeugen.
  1. Zur Lehrerin oder Betreuerin gehen und dem betreffenden Kind sagen: „Komm mit zu Frau …“. Wenn das Kind nicht mitkommt, gehe ich alleine.
  1. Die Lehrerin oder die Betreuerin wenden vereinbarte Maßnahmen an. Die Maßnahmen gelten für alle Kinder, die auf die Stopp-Regel nicht reagiert haben, gleichermaßen und darüber wird auch nicht diskutiert.

Maßnahme auf dem Schulhof:

Das Kind, das nicht auf die Stopp-Regel reagiert hat, muss für den Rest der Pause auf der deutlich gekennzeichneten „Nachdenkbank“ sitzen.

Maßnahme im Gebäude und in der Klasse:

Das Kind, das die Stopp-Regel missachtet hat, wird von der Lehrerin oder Betreuerin an die Tafel geschrieben. Nach drei Ermahnungen – gekennzeichnet mit einem Strich nach dem Namen – rutscht das Kind auf „gelb“ und das Ampelsystem greift.

6. Unsere Mitarbeiterinnen im Bereich der OGS

Die im Rahmen der OGS angestrebte Unterstützung der Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, Begleitung und Beratung für Eltern und Kinder und eine kompetente Arbeit im Bereich der päd­agogischen Grundbetreuung können wir durch pädagogisch qualifiziertes Personal gewährleisten.

Unsere Mitarbeiterinnen haben verschiedene sozialpädagogische Qualifikationen

( Erzieherin, Kinderpflegerin), die sich gut ergänzen. In der Zusammenarbeit werden die Kinder aus verschiedenen Blickwinkeln und auf diese Weise umfassend wahrgenommen. Darüber hinaus ha­ben unsere Mitarbeiterinnen Qualifikationen und Erfahrungen in der Freizeit- und Bildungspädago­gik mit folgenden Schwerpunkten:

  • im kreativen Bereich
  • im sportlichen Bereich
  • im sozialen Bereich
  • im religionspädagogischen Bereich
  • im kognitiven Bereich

Unsere Mitarbeiterinnen verfügen über z.T. langjährige Erfahrungen im Umgang mit Kindern und El­tern sowie in der Mitarbeit in Gremien. Ihr Streben ist es, zu einer ständigen Weiterentwicklung der OGS beizutragen, um so  jedem Kind eine schöne Schul- und OGS-Zeit, zu ermöglichen.

7. Angebotsstruktur

Die Struktur der Angebote sieht im Überblick folgendermaßen aus:

Nach dem Ende des schulischen Unterrichts gehen die Schülerinnen und Schüler in die OGS, welche sich gegenüber dem Schulgebäude befindet. Jedes Kind gehört einer festen Gruppe an( Jahrgangsbezogen). Eine Erzieherin je Gruppe,  die als Bezugsperson des Kindes sein und gleichzeitig erster Ansprechpartner für die Eltern ist,  begleitet das Kind,,  während der gesamten OGS – Zeit. Durch  regelmäßige Angebote oder Treffen, in der jeweilen Gruppe, soll so die Gruppenzugehörigkeit als auch  ein gegenseitiges Miteinander gestärkt werden.

Die themenorientierten Angebote in der Zeit von 14.30 – 16.00 Uhr sind von allen zur OGS ange­meldeten Kindern frei wählbar.

8. Die Module unseres Angebotes

8.1.  Projektmanagement

Das Projektmanagement sorgt für die

  • Umsetzung der Konzeption für die OGS an der Schule, und zwar in Zusammenarbeit mit al­len Beteiligten
  • Überprüfung und Fortschreibung der Konzeption unter Beteiligung aller Partner
  • Einberufung und Moderation eines fest zu installierenden Gremiums, in dem alle beteiligten Partner vertreten sind
    ( Schule, Lehrerinnen- Katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus-, Erzieherinnen, Arbeitskreis der Elternschaft,)
  • kontinuierliche Ansprechbarkeit für alle Beteiligten (ggf. Schule/ Arbeitskreis)
  • Planung / Organisation und Sicherstellung der außerunterrichtlichen Angebote, einschließ­lich der Beteiligung Dritter (z.B. Sportverein, Musikschule, … )
  • Beantragung und Darlegung von Projektmitteln, soweit dies aufgrund formaler Vorgaben nicht der Schule vorbehalten ist

8.2.  Pädagogische Grundbetreuung

Die pädagogische Grundbetreuung stellt eine verlässliche Betreuung der zur OGS angemeldeten Schülerinnen und Schüler in einer festen Gruppe während der Betreuungszeit dar. Die Betreuungs­zeit liegt außerhalb des schulischen Unterrichtes und endet um 16.00 Uhr, bzw. mit dem Wechsel der Kinder in die themenorientierten Angebote am Nachmittag.

Die themenorientierten Angebote schließen sich zeitlich an die pädagogische Grundbetreuung an. Sie sind Angebote, aus denen die zur OGS angemeldeten Schülerinnen und Schüler jeweils nach Interesse und Neigung auswählen können. Um eine Kontinuität in den Gruppen zu gewährleisten und um eine verlässliche Planung zu ermöglichen wird mit der Anmeldung zum jeweiligen Angebot zugleich die Verpflichtung zur Teilnahme – jeweils für die Dauer eines festen Zeitraumes – (Kursabhängig) abgege­ben.

Durch eine Kontinuität der Betreuungspersonen und auch innerhalb der Schülergruppe wird den Kindern Sicherheit und die Möglichkeit zu sozialem Lernen gegeben. Deshalb ist eine verbindliche Teilnahme der Schülerinnen und Schüler für den Anmeldungszeitraum (jeweils 1 Schuljahr) erfor­derlich.

In der pädagogischen Grundbetreuung wird auch das Bedürfnis der Kinder nach Erholung, Ent­spannung und freiem Spiel berücksichtigt. Ansonsten stehen Gruppenangebote im Vordergrund.

Den Kindern wird ein vielfältiges Angebotsspektrum zur Verfügung gestellt, damit sie an ihren Interessen, Fähigkeiten und ihrem Wissen anknüpfen und diese erweitern können.

Andere Kooperationspartner sind  der HSV, die Musikschule, die Selbstverteidigung-Kurse und der Krefelder Kunstverein.

Die Mitarbeiterinnen der pädagogischen Grundbetreuung unterstützen die Kommunikation zwi­schen den Familien (Eltern, Schülerin / Schüler) sowie Schule (Lehrerinnen) und den Mitarbeite­rinnen des außerunterrichtlichen Teiles der OGS. In Krisensituationen / Problemgesprächen nehmen sie ggf. beratend an Klassenkonferenzen teil.

Im Rahmen der pädagogischen Grundbetreuung werden auch kleinere Angebote gemacht, wie z.B.

  • Zuhören und Gespräche
  • Gruppenspiele, gruppendynamische Übungen
  • Vorlesen und Nacherzählen
  • Freispiel auf dem Schulhof
  • Arbeit mit Freimaterial
  • kreative Angebote
  • Gesellschaftsspiele

8.3.  Gemeinsames Mittagessen

  • Das Mittagessen wird von unserem Personal und einer Küchenhilfe in der Mensa betreut.
  • Beim gemeinsamen Mittagessen steht soziales Lernen und das Gemeinschaftserlebnis im Vor­dergrund.
  • Die Auswahl der Speisen folgt im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten den Grundsätzen ei­ner ausgewogenen und gesunden Ernährung. Obst und Gemüse der Saison und aus der Region werden bevorzugt, Vegetarisches, Fisch und Fleisch sollte ausgewogen sein.
  • Es wird beim Zulieferer auf kurze Anfahrtswege geachtet, damit der Vitaminverlust nicht so hoch ist.
  • Das Essen sollte in genügend großer Menge vorhanden sein.
  • Nachmittags werden Äpfel oder Rohkost angeboten.
  • Die Mahlzeit wird von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen eingenommen.
  • In der Mensa gelten festgelegte, für alle visualisierte Regeln .
  • Die Einnahme des Mittagessens soll in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre erfolgen, in der Gespräche untereinander möglich sind.
  • Ergänzend zum Essen werden Getränke angeboten.
  • Die Kosten des Mittagessens in Höhe von 3,00 € sind von den Erziehungsberechtig­ten zu tragen.
  • Das gemeinsame Mittagessen wird an allen Öffnungstagen der OGS angeboten.
  • Es wird vor dem Essen gebetet.

8.4.  Hausaufgabenkonzept für das Silentium und die Lernzeiten des Offenen Ganztags

(Im Folgenden ist mit dem Begriff der außerhäuslichen Lernzeiten auch immer das Silentium gemeint.)

An unserer Schule haben die „Hausaufgaben“ in erster Linie das Ziel, die am Schulmorgen erlernten Unterrichtsinhalte zu wiederholen, zu üben und zu vertiefen sowie das selbstständige Arbeiten der Schüler zu fördern.

Damit dies gelingt, gibt es folgende Aufgabenverteilung für die beteiligten Personen:

Lehrer

  1. Die Lehrer sorgen dafür, dass die Arbeiten bezüglich des benötigten Materials ( z.B. Bastelmaterial, Zeitungen usw.) außerhalb des häuslichen Bereichs angefertigt werden können.
  1. Sie schreiben die Aufgaben an die Tafel ( in der ersten Klasse mit den entsprechenden Bildzeichen ) und geben den Schülern genügend Zeit zum Abschreiben.
  1. In den Klassen 1 und 2 weisen die Lehrer darauf hin, dass die Schüler die entsprechenden Lehrwerke und Materialien einpacken.
  1. Die Lehrer achten darauf, dass die Aufgaben im Normalfall in 30 Minuten (1. und 2. Schuljahr), bzw. 60 Minuten (3. und 4. Schuljahr), erledigt werden können.
  1. Wenn nötig, erhalten einzelne Schüler differenzierte Aufgaben.
  1. Die Differenzierung kann nach Quantität, Qualität oder nach zeitlicher Einschränkung erfolgen.
  1. Die Lehrer teilen den Betreuern in den Lernzeiten die Art der differenzierten Aufgaben mit.

Schüler

  1. Die Schüler schreiben die Aufgaben vollständig und so übersichtlich ab, dass sie später in den Lernzeiten erkennen können, was sie aufhaben.
  2. Es ist außerdem die Pflicht der Schüler dafür zu sorgen, dass  die nötigen Arbeitsmaterialien im Tornister sind ( siehe Lehrer, Punkt 3 ).
  3. Vor allem in der 3. und 4. Klasse sollte es immer mehr in der Eigenverantwortung der Schüler liegen, die Aufgaben sachgerecht anfertigen zu können. Dies entspricht zum einen der Forderung nach selbstständigem Arbeiten und ist zum andern auch eine wesentliche Voraussetzung für den Unterricht an den weiterführenden Schulen.

Es ist also nicht die Pflicht der Betreuer nach Aufgabeninhalten und Materialien zu forschen.

4. Wenn ein Schüler seine Aufgaben nicht entsprechend notiert hat, gibt es eine Bemerkung ins Heft ( siehe Betreuer, Punkt 4 ). Um die vom Lehrer erteilten Übungen dennoch sachgerecht durchführen zu können, werden die Aufgaben nach Vorgabe durch die Betreuer in den Lernzeiten angefertigt.eft ( siehe Betreu

5. Wenn die Arbeitsmaterialien zum wiederholten Mal nicht da sind, können die Aufgaben an diesem Tag nicht in den Lernzeiten angefertigt werden und sind daher nachzuholen.

6. Nach der vorgegebenen Zeit beenden die Schüler ihre Arbeiten. Wenn nur noch wenige Sätze geschrieben oder Aufgaben gerechnet werden müssen, können einige Minuten angehängt werden.

7. Was nicht fertig ist, muss zuhause nicht nachgeholt werden, wenn während der Lernzeit konzentriert gearbeitet wurde.

8. Die Schüler achten während der Lernzeiten darauf,  dass sie die übrigen Mitschüler nicht stören.

9. Wer durch sein Verhalten die anderen Schüler massiv am konzentrierten Arbeiten hindert, wird durch entsprechende Bemerkungen von den Betreuern abgemahnt ( siehe Betreuer, Punkt 4 ). Sollte sich das Verhalten trotzdem nicht verbessern, ist ein Ausschluss von den Lernzeiten möglich.

10. Bei verbalen und körperlichen Angriffen gegenüber Mitschülern oder Betreuern kann ein Schüler mit sofortiger Wirkung von den Lernzeiten ausgeschlossen werden. Die Aufgaben müssen in diesem Fall zu Hause angefertigt werden.

Betreuer

  1. Die Betreuer achten auf eine ruhige Arbeitsatmosphäre.
  2. Sie unterstützen die Schüler, wenn sie Fragen haben.
  3. Sie kontrollieren die Aufgaben auf Vollständigkeit, nicht auf Richtigkeit.
  4. Sie geben den Lehrern ein Feedback und schreiben unter die Aufgaben, wenn ein
    Schüler
  • besonders fleißig und konzentriert gearbeitet hat,
  • seine Aufgaben nicht kannte,
  • die Aufgabenstellung nicht verstanden hat oder andere Schwierigkeiten bei der Bearbeitung der Aufgaben hatte,
  • keinen Arbeitswillen gezeigt hat,
  • besonders verhaltensauffällig war.

Eltern

  1. Die Eltern sind aufgefordert sich regelmäßig über die Leistungen ihrer Kinder in den Lernzeiten zu informieren, indem sie die angefertigten Arbeiten anschauen.
  2. Wenn mehrfach  Bemerkungen unter den Aufgaben notiert sind, ist eine Rücksprache mit dem Lehrer wegen individueller Lösungen erforderlich.
  3. Die Eltern arbeiten im Allgemeinen nichts nach, damit die Lehrer ein reales Bild von der Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler erhalten und ggf. die Aufgaben am nächsten Tag noch mal erklären können ( siehe Schüler, Punkt 7 ).
  4. Regelmäßige Gespräche im Rahmen einer Sprechstunde zwischen Eltern und Betreuern sind erforderlich um wichtige Informationen über das Arbeitsverhalten der Kinder zu erhalten.

8.5.     Themenorientierte Angebote

Die themenorientierten Angebote schließen sich zeitlich an die pädagogische Grundbetreuung an. Sie sind Angebote, aus denen die zur OGS angemeldeten Schülerinnen und Schüler jeweils nach Interesse und Neigung auswählen können. Um eine Kontinuität in den Gruppen zu gewährleisten und um eine verlässliche Planung zu ermöglichen wird mit der Anmeldung zum jeweiligen Angebot zugleich die Verpflichtung zur Teilnahme – jeweils für die Dauer eines festen Zeitraumes – (Kursabhängig) abgege­ben.

Die Angebote sollen durch ihre Vielfalt zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung der Schüle­rinnen und Schüler beitragen und neben der kognitiven Dimension (Wissen), auch emotionale (Ge­fühl), soziale (Gemeinschaft), künstlerisch- / musisch-kreative (Kultur), und körperlich-aktive As­pekte (Sport) beinhalten, sowie zu einer Auseinandersetzung mit grundlegenden Sinn- und Wertfra­gen (Ethik; Religion) anleiten.

Die im Folgenden genannten themenorientierten Nachmittagsangebote sind verschiedene Beispiele, die die Vielfalt und die Offenheit der Möglichkeiten in diesem Bereich anzeigen sollen. Die kon­krete Ausgestaltung orientiert sich jeweils am Bedarf sowie den Möglichkeiten der Kooperation vor Ort. Beispiele solcher Angebote können sein:

8.6 Ferienangebote

Über die Tage mit schulischem Unterricht hinaus wird für die zur OGS angemeldeten Kinder eine Betreuung auch an schulfreien Tagen (z.B. Lehrerausflug, sog. „Brückentage“) angeboten. Ge­schlossen ist die OGS an gesetzlichen Feiertagen, in den Sommerferien 3 Wochen  in den Weihnachtsferien 1 Woche und in den Osterferien 1 Woche. In den  Herbstferien ist ebenfalls für 1 Woche eine Betreuung gewährleistet.

Die Teilnahme an den Ferienangeboten ist freiwillig. Nach einer erfolgten Anmeldung ist die Teil­nahme jedoch – zur Sicherstellung der Gruppenkontinuität und zur Ermöglichung von Planungssi­cherheit – verbindlich.

Für die Teilnahme an den Ferienangeboten ist in der Regel kein gesonderter Beitrag zu zahlen, diese ist in dem regulären Beitrag enthalten. Möglich ist jedoch die Erhebung von Kostenbeteili­gungen z.B. für Ausflüge, Eintrittsgelder oder eine Beteiligung an Materialkosten für besondere Projekte / Angebote.

Die Ferienangebote können auch in Kooperation mit Partnern der öffentlichen und freien Wohl­fahrtspflege durchgeführt werden.

Das Ferienangebot kann auch außerhalb des Schulgeländes stattfinden.

8.7 OGS und Kirche

Durch gemeinsame Gottesdienste soll die Zusammenarbeit zwischen Kirche, als Träger und der OGS verstärkt werden. Wünschenswert wäre es, wenn die Kommunionsvorbereitung während der OGS Zeit laufen könnte. Vor dem Essen wird gebetet. Kirchliche Feste sollen in den OGS Alltag einbezogen werden, z.B. das Marienfest . Hier wird in der Schule ein Marienaltar aufgebaut. Es wird überlegt Herrn Jachtmann mit dem Kirchenkinderchor noch mehr einzubeziehen. In den Ferien sollten kirchlich orientierte thematische Angebote laufen, z.B. „Ostern“. Auch in der pädagigoschen Grundhaltung, der Wertschätzung und Haltung gegenüber dem Kind, (siehe Punkt 3) spiegelt sich die Zusammenarbeit mit der Kirche als Träger wieder.